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Okonomiyaki

Das wohl bekannteste Gericht aus Hiroshima ist „Okonomiyaki“. Allgemein wird für Okonomiyaki ein dünner Teig aus Weizenmehl mit Gemüse, Fleisch und anderen Zutaten belegt oder vermischt und auf einer heißen Platte gebraten. Bekannte Varianten sind z. B. das Okonomiyaki aus dem Kansai-Gebiet und „Monjayaki“ in Tokyo. Die Zubereitungsweise von Hiroshima Okonomiyaki ist jedoch eine besondere Kunst, die nur in Hiroshima gepflegt wird.
Zuerst wird auf einer großen heißen Herdplatte eine dünne Schicht Teig aus Weizenmehl kreisrund ausgestrichen und gebacken. Darauf wird reichlich Gemüse, normalerweise gehobelter Weißkohl, Sojasprossen und Lauch, geschichtet und gedünstet. Darauf kommt eine Schicht gebratene Nudeln. Nach dem Wenden wird das Ganze mit einer Spezialsauce bepinselt und mit grünem Seetang-Pulver (Aonori) bestreut.
Zu echtem Okonomiyaki nach Hiroshima-Art gehört eben diese Spezialsauce, die die geschmacklichen Akzente setzt. Sie ist je nach Lokal unterschiedlich, und manche Lokale stellen auch ihre eigene Original-Sauce her. In einigen Lokalen wird die Sauce außerdem auch zum Verkauf angeboten.
Verzehrt wird Okonomiyaki entweder von einem Teller („Sara“) oder direkt von der Herdplatte („Teppan“). Bei der ersten Variante wird die fertige Portion vom Herd auf einen Teller verfrachtet, bei letzterer wird sie direkt von der Herdplatte verspeist. Wenn man einen Platz direkt an der Herdplatte wählt, kann man auch dabei zusehen, wie das eigene Okonomiyaki zubereitet wird.

okonomiyaki

Der normale Aufbau eines Okonomiyaki nach Hiroshima-Art
Von oben:
– Ei
– Gebratene Nudeln
– Schweinebauchscheiben
– Lauchzwiebeln
– Sojasprossen
– Weißkohl
– Dünner Teig aus Weizenmehl

Okonomiyaki-Lokale findet man überall in der Stadt. Im „Okonomi-mura“ (Okonomi-Dorf), in der „Okonomi-kyowakoku Hiroshima-mura“ (Okonomi-Republik, Hiroshima-Dorf) oder am „Hiroshima Okonomi-monogatari Ekimae-hiroba“ (Okonomi-Geschichte am Platz vor dem Hauptbahnhof Hiroshima) befinden sich jeweils mehrere kleine Lokale zusammen an einem Ort. Manche von ihnen bieten ausschließlich Okonomiyaki an, andere auch noch zusätzliche Gerichte wie gebratenes Fleisch oder Gemüse, gebratene Austern oder Oden (Eier, Rettich usw. in Brühe gekocht).
Die gängigste Variante mit Soba-Nudeln, Fleisch und Ei wird kurz als „soba-niku-tama“ bezeichnet. Normalerweise kostet eine Portion um 700 Yen. Statt der dünnen Soba-Nudeln kann man auch die dickeren Udon-Nudeln wählen, was dann zusammen mit Fleisch und Ei „udon-niku-tama“ heißt, eine weitere beliebte Variante. Außerdem kann man sich sein Okonomiyaki zusätzlich noch mit Käse, in Scheiben geschnittenen Reisklößen (Mochi), Austern und anderen Zutaten belegen lassen.

Wissenswertes rund ums Okonomiyaki!
Weiterentwicklungen und örtliche Varianten

Mihara Modanyaki, a type of okonomiyaki containing chicken giblets.
  • Stadt Mihara (Mihara-shi)
„Mihara Modanyaki” mit Geflügelinnereien (Tori-motsu)
Kure Yaki, a type of folded okonomiyaki containing chopped udon noodles.
  • Stadt Kure (Kure-shi)
Das mit dünnen Udon-Nudeln, einer lokalen Spezialität, gefüllte „Kure-yaki“, das zu einer Halbmondform umgeklappt wird
納豆と山芋を入れた「ふわふわ納豆焼」
  • Stadt Kumano (Kumano-cho)
Luftig weiches „Fuwafuwa Natto-yaki“ mit Natto (fermentierte Sojabohnen) und Yamaimo (Jamswurzel)
酒粕や日本酒を生地に練り込んだ「たけはら焼」
  • Stadt Takehara (Takehara-shi)
„Takehara-yaki“ mit einem Teig, in den Sake-Treber und Reiswein eingeknetet sind
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