Ein Ausflug für geschichtlich und militärisch Interessierte
Recommended Tour "4"
Ein Ausflug für geschichtlich
und militärisch Interessierte
  • 2tage 1nacht
Kure | Etajima | Hiroshima
Kure war vor dem Krieg ein Militärhafen. Auch das große Schlachtschiff Yamato wurde dort gebaut. Wer sich also für die Geschichte der japanischen Seestreitkräfte interessiert, kann in Kure auf ihren Spuren wandeln. Die Militärschule der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte in Etajima ist ebenfalls sehenswert. Das Friedensmuseum und die Atombombenkuppel erinnern an die düstere Geschichte Hiroshimas im 2. Weltkrieg. Nach solch schwerer Kost gibt die Stadt umso bereitwilliger ihre kulinarischen Genüsse preis.

1. Tag

Tetsu-no-Kujira-Kan („Eiserner-Wal-Museum

T etsu-no-Kujira-Kan („Eiserner-Wal-Museum"; Museum der japanischen Selbstverteidigungsmarine in Kure)

START
Vom JR-Bahnhof Kure zum Yamato-Museum

zu Fuß (ca. 5 Minuten)

Kure
Yamato-Museum
Nicht nur das große Schlachtschiff Yamato wurde in Kure gebaut - nach dem Krieg folgten riesige Öltanker und brachten Japan im internationalen Schiffsbau weit nach vorne. Im Yamato Museum können Besucher ein 1:10 Modell des Schlachtschiffs Yamato bestaunen, sowie eine Mitsubishi A6M Zero, Modell 62, und den berühmt-berüchtigten bemannten Torpedo „Kaiten". Mit einem Simulator kann man sich selbst als Steuermann versuchen. Diese und andere interaktive Aspekte sowie der integrierte Park machen das Museum auch für einen Familienausflug interessant.     Das Museum liefert einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der jüngeren japanischen Geschichte und ist ein empfehlenswertes Ziel für alle geschichtlich Interessierten.
Vom Yamato-Museum zum Tetsu-no-Kujira-Kan („Eiserner-Wal-Museum"; Museum der japanischen Selbstverteidigungsmarine in Kure)

zu Fuß ca. 1 Minute

Kure
Tetsu-no-Kujira-Kan („Eiserner-Wal-Museum"; Museum der japanischen Selbstverteidigungsmarine in Kure)
Tetsu-no-Kujira-Kan („Eiserner-Wal-Museum
Das JMSDF Kure Museum mit freiem Eintritt ist der perfekte Ort für U-Boot Fans. Ein riesiges U-Boot lädt Besucher großzügig in seinen Bauch ein. So bekommt man einen Eindruck davon, wie das Büro eines U-Boot Kapitäns aussieht, oder das Bett eines Matrosen, und wie es sich anfühlt, in einem U-Boot aus dem Fenster zu sehen. Das Museum bietet ein Umfeld zum Anfassen und Erkunden, was es auch für Kinder interessant macht. Das U-Boot mit dem gemeinen Haigesicht ist bei ihnen besonders beliebt und gibt dem Museum - wenn auch nicht ganz zoologisch korrekt - den Beinamen „Tetsu no Kujira-kan" (Eisenwalhalle).
Curryessen (Kure Kaiji Curry, Curry der Selbstverteidigungsmarine von Kure)
Curryessen (Kure Kaiji Curry, Curry der Selbstverteidigungsmarine von Kure)
Auf den Schiffen der japanischen Seestreitkräfte gibt es freitags immer Curry. Da man auf See langsam sein Gespür für die Wochentage verliert, wurde diese Regelmäßigkeit eingeführt, um der inneren Uhr auf die Sprünge zu helfen.
Jedes Schiff und jede Abteilung hat ein eigenes Curryrezept, und viele davon werden auch in Kures Restaurants serviert. Japanisches Curry - eine Art milder Curryeintopf serviert mit weißem Reis - ist auch für den westlichen Gaumen angenehm. Probieren Sie ein paar Curryrestaurants aus und entdecken Sie Ihre Lieblingsvariante!
Nach dem Curryessen (Kure Kaiji Curry, Curry der Selbstverteidigungsmarine von Kure) zur Besichtigungsfahrt der Schiffe in der Kure-Bucht (Kure-wan Kansen Meguri)

zu Fuß (ca. 10 Minuten) bis zum Hafenterminal Kure Chuo Sanbashi Terminal

Kure
Kure-Bucht (Kure-wan Kansen Meguri)
Kure-Bucht (Kure-wan Kansen Meguri)
Auf dieser Bootsfahrt durch die Bucht von Kure kann man sich eindrucksvolle Militärschiffe wie U-Boote und Flottenbegleiter der japanischen Seestreitkräfte aus der Nähe ansehen. 15 Minuten vor dem Sonnenuntergang spielt die Marine-Blaskapelle zeitkoordiniert mit der Bootsfahrt sogar noch ein kleines Ständchen auf offener See.
Von der Besichtigungsfahrt der Schiffe in der Kure-Bucht (Kure-wan Kansen Meguri) zum Arei Karasukojima-Park

mit dem Bus von der Haltestelle Chuo Sanbashi (mit dem Kure Tanpo Loop-Bus „Kuretan") bis zur Haltestelle Sensuitai-mae, dort aussteigen

Kure
Arei Karasukojima-Park
Areikarasukojima ist der einzige Park in Japan, in dem man ein U-Boot aus der Nähe betrachten kann. Auch ein Flottenbegleiter der maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte liegt hier vor Anker. Die Backsteingebäude, die früher als Waffenfabrik dienten, geben dem Park heute eine angenehm nostalgische Atmosphäre. Der Name ist eine Kombination aus dem englischen Wort „alley" und „Karasukojima", dem Namen einer kleinen Insel bei Kure, die früher von der japanischen Flotte für Torpedoübungen genutzt wurde.
Coole Nudeln
Coole Nudeln
„Kure Reimen" (gesprochen „Räimen") ist die Kure-Version einer in Japan weit verbreiteten und wirklich köstlichen kalten Nudelsuppe. In Kure sind die Nudeln besonders flach und breit, während die Suppe dazu eine angenehme Schärfe besitzt. Auch bei Ortsansässigen ein Dauerbrenner!

2. Tag

Von der Übernachtungsstätte in der Dienstschule der japanischen
Selbstverteidigungsmarine (Kaijojieitai Daiichijutsukagakko)

zu Fuß (ca. 10 Minuten) bis zum Hafen Kure (Kure-ko), dann

mit der Fähre vom Hafen Kure (ca. 20 Minuten) bis zum Hafen Koyo (Koyo-ko), dann

zu Fuß vom Hafen Koyo (ca. 2 Minuten) zur Bushaltestelle Koyo, dann

mit dem Bus von der Haltestelle Koyo (ca. 10 Minuten) bis zur Haltestelle Jutusukagakko-mae, dort aussteigen und

zu Fuß von der Haltestelle Jutusukagakko-mae (ca. 2 Minuten)

Etajima
Dienstschule der japanischen Selbstverteidigungsmarine (Kaijojieitai Daiichijutsukagakko)
Bevor auf Etajima eine Militärbasis entstand, wurden dort Offiziere für die kaiserliche japanische Marine ausgebildet. Heute sind dort die Erste Technische Schule und eine moderne Offiziersschule angesiedelt. In einem Gebäude namens „Kyōiku Sankōkan" (Halle der Bildung) auf dem Gelände erinnern 14,000 Ausstellungsstücke an die Zeit der kaiserlichen Marine. Die Abschiedsbriefe und persönlichen Gegenstände der Kamikaze-Piloten (auf Japanisch heißen sie eigentlich Shinpū Tokkōtai - Spezialeinsatztruppe Göttlicher Wind) gehen besonders zu Herzen.
Von der ersten Dienstschule der japanischen Selbstverteidigungsmarine (Kaijojieitai Daiichijutsukagakko) zum Atombombendom (Genbaku Dome) und zum Friedensgedächtnispark (Heiwa Kinen Koen)

zu Fuß (ca. 2 Minuten) bis zur Haltestelle Jutsukagakko-mae, dann

mit dem Bus von der Haltestelle Jutsukagakko-mae (ca. 10 Minuten) bis zur Haltestelle Koyo, dort aussteigen und

zu Fuß von der Haltestelle Koyo (ca. 2 Minuten) zum Hafen Koyo (Koyo-ko), dann

mit der Fähre vom Hafen Koyo (ca. 22 Minuten) zum Hafen Hiroshima-Ujina (Hiroshima-Ujina-ko), dann

mit der Straßenbahn vom Hafen Hiroshima-Ujina (Hiroden ca. 30 Minuten) bis zur Haltestelle Genbaku Dome-mae

Hiroshima
Atombombendom (Genbaku Dome) und zum Friedensgedächtnispark (Heiwa Kinen Koen)
Die Einwohner Hiroshimas liebten ihre Industrie- und Handelskammer - das rote Backsteingebäude und der hübsche Garten mit Fontaine waren ein Ort der Ruhe, bis am 6. August 1945 die Atombombe unweit davon einschlug. Übrig blieb lediglich die charakteristische Kuppel auf einem Metallgerippe, die dem Gebäude seinen neuen Namen gab. Heute dient es als Mahnmal und Aufforderung Japans an die Welt, Atomwaffen für immer abzuschaffen. Seit Dezember 1996 ist es UNESCO-Weltkulturerbe.
Auch der Friedenspark symbolisiert mit Orten wie dem Friedensmuseum, der Nationalen Gedenkhalle Hiroshima für die Opfer der Atombombe, und dem Internationalen Konferenzzentrum Hiroshimas Wunsch nach Frieden.

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