施設名

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Atombombendom

Im Dezember 1996 auf der 20. Sitzung der Komission für das UNESCO-Welterbe in Merida (Mexiko) als Gebäude, das von der Grausamkeit der Kernwaffen zeugt, in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Umfang des registrierten Erbes: der Bereich des Atombombendoms und seine Umgebung/ etwa 0,39 Hektar

Der jetzige Atombombendom wurde 1915 als Ausstellungs- und Verkaufshalle für Produkte der Präfektur Hiroshima errichtet und auch für Kunst- und sonstige Ausstellungen der Präfektur genutzt. Bei seiner Fertigstellung trug das Haus zunächst die Bezeichnung „Ausstellungshaus für Produkte der Präfektur Hiroshima" und wurde später in „Waren-Ausstellungshaus der Präfektur Hiroshima" und 1933 schließlich in „Haus zur Förderung der Industrie der Präfektur Hiroshima" umbenannt.

Entworfen wurde das Gebäude von dem tschechischen Architekten Jan Letzel. Es war ein teilweise mit Stahl verstärkter Ziegelbau mit einer Fassade aus Stein und Mörtelputz. Es hatte 3 Stockwerke und im mittleren Teil an der Frontseite ein fünfstöckiges Treppenhaus, über dem sich ein kupfernes Kuppeldach (ein Oval von 11 m in der längeren und 8 m in der kürzeren Achse und 4 m Höhe) erhob. Damals waren fast alle Gebäude in der Innenstadt Hiroshimas zweigeschossige Holzgebäude, und so war dieses prächtige Haus im europäischen Stil etwas ganz Besonderes. Seine moderne Ästhetik, die sich im Fluss widerspiegelte, war eine der Attraktionen im damaligen Hiroshima.

Der 6. August 1945, 8.15 Uhr morgens: die erste Atombombe, die in der Geschichte der Menschheit eingesetzt wurde, explodierte etwa 160 m südöstlich in einer Höhe von etwa 600 m über dem Haus zur Förderung der Industrie der Präfektur Hiroshima. Die Wucht der Explosion traf mit einem Orkan mit einer Windgeschwindigkeit von 440 m pro Sekunde und einem Druck von 35 Tonnen pro Quadratmeter auf das Gebäude. Es wurde von Orkan und Hitze zerstört, aus dem Dach loderte Feuer und es brannte vollkommen aus. Da der Druck fast senkrecht von oben auf die Mauern traf, blieb vom zentralen Teil des Gebäudes relativ viel erhalten; alle Menschen, die sich darin befanden, waren jedoch sofort tot. Nach dem Krieg begannen die Leute, die Überreste des ehemaligen Hauses zur Förderung der Industrie der Präfektur Hiroshima wegen der runden Dachkuppel als „Atombombendom" zu bezeichnen.

1953 wurde die Ruine von der Präfektur Hiroshima an die Stadt übergeben, und im Juli 1966 beschloss die Stadtversammlung, sie als Denkmal zu erhalten. Aufgrund der fortschreitenden Erosion wurden im Lauf der Zeit umfangreiche Schutzmaßnahmen notwendig, die mit Spendengeldern aus dem In- und Ausland finanziert und insgesamt drei Mal ausgeführt wurden. Um die Aufnahme in die Liste des Welterbes zu erreichen, wurde die Ruine im Juni 1995 im Ergebnis der Bemühungen der Stadt, der Stadtversammlung und breiter Bürgerbewegungen vom japanischen Staat als wichtige historische Stätte anerkannt. Danach beantragte das Kultusministerium die Aufnahme in die UNESCO-Liste, die im Dezember 1996 erfolgte.

Die Ruine wird heute im selben Zustand wie nach der Atomexplosion erhalten. Sie ist zum Symbol der Forderung „Nie wieder Hiroshima!" geworden und steht stellvertretend für den Aufruf nach Abschaffung aller Kernwaffen und nach dauerhaftem Frieden in der Welt.

Das Innere der Atombombendoms ist für Besucher nicht zugänglich. Bitte beschränken Sie sich auf Besichtigung von außen und betreten Sie die Anlage nicht.

INFORMATION

Address
〒730-0051 1-10 Otemachi, Naka-ku, Hiroshima
TEL
082-242-7831
URL
http://www.city.hiroshima.lg.jp/toshiseibi/dome/
Access
Vom Bahnhof Hiroshima aus mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle "Gembaku Dome Mae"

ANREISE

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